Chronik

Als wir im Jahr 1986 das 25 jährige Jubiläum feierten, waren wir der Meinung, dass bereits ein großer Schritt in der Vereinsgeschichte geleistet worden ist.

Um so größer war das Erstaunen, als wir bei Recherchen für das 70-jährige Jubiläum der Landesgruppe Württemberg im Verein für Deutsche Schäferhunde auf eine Veröffentlichung in der SV-Zeitung vom Juli 1924 stießen, in der die Zulassung der Ortsgruppe Zabergäu bestätigt wurde. Auf Anfrage bei der Hauptgeschäftsstelle wurde diese Zulassung bestätigt und so kann die Ortsgruppe heute – im Jahr 1999 – auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

Aus Aufzeichnungen z. B. im SV-Heft – Ausgabe vom 15. März 1925 – geht hervor, dass die Monatsversammlungen der Ortsgruppe Zabergäu jeden 2. Sonntag im Monat im Vereinslokal “Gasthaus zur Krone” in Meimsheim stattfanden. Ferner konnten wir aus alten SV-Zeitungen entnehmen, dass
– am 27. 8. 1927 eine Z-Prüfung, Richter Eschenbächer, mit 3 Meldungen stattfand.
– Herr Eschenbächer, Stationskommandant in Brackenheim, im März 1928 als Prüfungsrichter anerkannt wurde
– am 1. 9. 1935 wieder eine Z-Prüfung unter Richter Eschenbächer in Brackenheim auf dem Übungsgelände “Galgen” stattfand.
Dies sind die einzigen Fakten, die als Bruchstücke der Vereinsgeschichte bis 1960/61, bisher gefunden werden konnten.
Ende 1960 taten sich einige Schäferhundler aus dem Zabergäu zusammen und prüften die Möglichkeiten der Gründung der Ortsgruppe Zabergäu.

Zunächst trat man an die Stadt Brackenheim heran, um ein geeignetes Grundstück für den Übungsplatz zu erhalten. Dort wurde in der Gemeinderats-Sitzung am 12. 1. 1961 beschlossen, der Ortsgruppe Zabergäu nach Gründung ein Grundstück östlich der Landschaftsgärtnerei Bofinger (Federmannsches Gelände) zur Verfügung zu stellen.

Am 13. 3. 1961 traf man sich dann zur Gründungsversammlung im Gasthaus “Zum Blankenhorn” in Güglingen und wählte folgenden Ortsgruppen-Vorstand:

1. Vorsitzender: Arthur Sommer
2. Vorsitzender: Otto Widmann
Zuchtwart: Fritz Lechner
Übungswart: Karl Baum
Figurant (Schutzdiensthelfer): Alfred Staab
Schriftführer: Heinz Dobler
Kassierer: Helmut Hofäcker

Die Übungsstunden wurden auf sonntags von 9.3o – 11.oo Uhr festgelegt.
Leider waren zu diesem Zeitpunkt nicht die für eine Zulassung durch die SV-Hauptgeschäftsstelle erforderlichen 12 SV-Mitglieder vorhanden.
Dies war erst im Juni 1961 soweit. Mit Schreiben vom 27. 6. 1961 wurde dann die 12 SV-Mitglieder und Gründungsmitglieder der Ortsgruppe Zabergäu dem damaligen Landesgruppen-Vorsitzenden Schultheiß gemeldet.

Die Anerkennungsurkunde mit Datum vom 18. Okt. 1961 bestätigte dann die Wiedergründung der SV-Ortsgruppe Zabergäu.
Bereits 10 Tage später – am 29. 10. 1961 – hielt man die erste Prüfung unter Richter Deiß ab. Es wurden 8 Hunde vorgeführt.
Um die Ortsgruppe im Zabergäu bekannt zu machen, wurden immer wieder Werbeveranstaltungen durchgeführt. Dies führte zu einem Mitgliederzuwachs und nun konnte auch ein Geräteschuppen auf dem Übungsgelände erstellt werden.

1963 führte man einen Städte-Vergleichskampf mit den Ortsgruppen aus Mühlacker und Bretten-Rinklingen durch. Diese Veranstaltung war in finanzieller Hinsicht ein Erfolg und nun wurde der Wunsch nach einem Vereinsheim geäußert. Dazu war jedoch der damalige Übungsplatz zu klein.

Ende 1963 setzte man sich wieder mit der Stadt Brackenheim in Verbindung und im Februar 1964 wurde dem Verein das jetzige Übungsgelände “Galgen” außerhalb Brackenheim übergeben, mit der Zusage ein Vereinsheim erstellen zu können.
Tatkräftig ging man nun daran, die Vorarbeiten zum Bau eines Vereinsheimes und anschließend auch den Bau durchzuführen.
Am 13. Juni 1965 konnte das Richtfest gefeiert werden. Dies nahm man zum Anlass wieder einen Städte-Vergleichskampf durchzuführen. Teilnehmer waren diesmal die Ortsgruppen Bernhausen, Mühlacker, Lauffen und Großsachsenheim.
Als die für die Ausrichtung der Landesgruppen-Zuchtschau 1965 vorgesehene Ortsgruppe Reutlingen, diese Veranstaltung zurückgab, war man kurzfristig bereit, diese Veranstaltung in Brackenheim durchzuführen. Dies war die erste landesweite Veranstaltung in der Ortsgruppe Zabergäu, die am 1. Aug. 1965 stattfand. Der große Erfolg dieser Veranstaltung erfüllte die Ortsgruppe mit neuem Leben. So dass man bereits am 27. und 28. August 1966 mit der Landesgruppen-Ausscheidungs-Prüfung die zweite landesweite Veranstaltung durchführte.
Die Ortsgruppe Zabergäu hatte sich somit etabliert.

Ständige An- und Umbauten am Vereinsheim, der Bau der Boxen und des Aggregatschuppens waren in den folgenden Jahren durch die tatkräftige Unterstützung aller Mitglieder möglich und führten ab 1975 zu dem heutigen Aussehen der Übungsanlage und zum Abschluss des Jahres wurde dann am 12. Oktober 1975 eine Sonderschau unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Wilhelm Kölle ausgerichtet.

1977 wurde die dritte Landesveranstaltung, und somit die zweite Landesgruppen-Zuchtschau durchgeführt.
In den Jahren 1978 und 1979 wurde das Vereinsheim an die Wasser- und Stromversorgung angeschlossen und die Küche im Vereinsheim konnte zeitgemäß eingerichtet werden.

1981 wurde eine Sonderschau mit großem Erfolg auf dem Übungsgelände “Galgen” abgehalten.
Im Jahr 1986 – anlässlich des damaligen 25-jährigen Jubiläums – war die Ortsgruppe Zabergäu zum dritten Mal Ausrichter der Landesgruppen-Zuchtschau. Diese fand in Hausen auf dem Sportgelände statt und war mit einer Meldezahl von annähernd 200 Hunden ein großer Erfolg. In guter Erinnerung ist allen der sehr gelungene Festabend. Als Richter fungierten der damalige SV-Präsident Hermann Martin und der jetzige SV-Präsident – Herr Peter Meßler – machte seine Abschlussübung.
Am 22. und 23. Juli 1989 richtete man eine Nachwuchs- und Sonderschau aus, die zum damaligen Zeitpunkt noch über zwei Tage durchgeführt wurde.

Im Jahr 1990 war die Ortsgruppe Zabergäu Ausrichter der Württembergischen Jugendmeisterschaft.
Man war jedoch nicht nur auf dem Zuchtsektor erfolgreich tätig. Bei den jährlichen Schutzhunde-Prüfungen – im Frühjahr und Herbst – wurde die Arbeit mit dem Deutschen Schäferhund durch das Bestehen der Prüfungen belohnt.

Ferner wurden von März bis Oktober die Vorbereitungen zu den Zuchtschauen in Form eines Ringtrainings durchgeführt.
Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums wurde wieder die Landesgruppen-Zuchtschau 1994, die allen Besuchern in guter Erinnerung geblieben ist, ebenfalls auf dem Sportgelände in Hausen durchgeführt.

Im Jahr 1996 fand eine Zuchtschau auf dem Übungsgelände statt, bei der der damals frisch gewählte SV-Bundeszuchtwart, Herr H. Buß, als Richter fungierte sowie die Herren Rolf Fauser und Ernst Seifert.

Seit 1997 ist die Ortsgruppe als Körort in der Landesgruppe eingeteilt und findet guten Anklang bei den Körteilnehmern.
In den darauffolgenden Jahren bis zum 75-jährigen Jubiläum im Jahr 1999 kam es zum Generationen-Wechsel in den Amtsträgerpositionen und wirkte sich dadurch aus, dass der Leistungssport mehr in den Vordergrund trat.

So nahmen 1998 erstmals Ortsgruppen-Mitglieder bei Landesgruppen-Qualifikationen, wie der LG-FCI-Qualifikation bzw. LG-Meisterschaft teil. Im Jahr 1999 starteten 4 Vertreter bei der LG-FCI-Qualifikation ebenso wie im Jahr 2002.
1999 und 2000 wurden einige Verschönerungsarbeiten im und ums Vereinsheim durchgeführt.

Zum 75-jährigen Jubiläum im Jahr 1999 fand erstmals ein Landesgruppen-Leistungshüten im Unterland statt, zu dem sich 8 Hüter gemeldet hatten.

Im Jahr 2001 war die Ortsgruppe Ausrichter des jährlich stattfindenden Unterländer-Pokal-Wettkampfes, an dem sie seit 1997 regelmäßig teilnimmt und den sie mit 1.845 Punkten derzeit an Platz 1 der teilnehmenden Ortsgruppen anführt.
Die erfolgreiche Arbeit mit dem Deutschen Schäferhund ist durch die Zusammenarbeit der OG-Mitglieder möglich und zeigt, dass durch Teamgeist und Kameradschaft vieles bewegt werden kann.

Stand März 2002

W. Huber/Schriftwart

Fortführung der Chronik:
Im Rahmen des 80-jährigen Jubiläums wurde am 03. und 04. April 2004 die Landesgruppen-FCI-Qualifikation mit 40 Teilnehmern durchgeführt. Am 01. Mai 2005 fand eine OG-Zuchtschau mit den Richtern H.P. Rieker und E. Seifert statt.
Erstmals startete 2005 ein OG-Mitglied – Simone Möhle mit “Geronimo von der Notburgahöhle” – an der Bundes-FH 2005 (Platz 17).

Vom 18. bis 20. August 2006 wurde die Landesgruppen-Meisterschaft 2006 mit 60 Teilnehmern in Brackenheim mit Erfolg organisiert.

19./21. Sept.2008: Bernd Off mit “Axxo von der Holzinger Au” startet nach einem 5. Platz bei der LG-Meisterschaft als erstes OG-Mitglied auf der Bundessiegerprüfung in Baunatal und erreicht Platz 67.